Windpark Hartenfelser Kopf

Information zum Bau der Windkraftanlagen, Stand 20.03.2006

Am Hartenfelser Kopf entsteht zurzeit der größte Windpark in einem Waldgebiet von Rheinland Pfalz. Der Standort ist optimal geeignet. Durch die Zusammenarbeit der vier Gemeinden Hartenfels, Herschbach, Höchstenbach und Mündersbach werden Synergieeffekte gebündelt und die Wirtschaftlichkeit des Windparks erhöht. Die Gemeinden profitieren durch hohe Pachtzahlungen.

Die Verbandsgemeinden Hachenburg und Selters haben durch die Ausweisung der Windkraftflächen in ihren Flächennutzungsplänen erheblichen Anteil an der Verwirklichung des Planes, der ansonsten auf die Initiative der beteiligten Gemeinden zurückgeht.

Im Vorfeld hatten sich die Gemeinderäte der beteiligten Gemeinden in mehreren gemeinsamen Sitzungen in Mündersbach, unter dem Vorsitz von Ortsbürgermeister Winfried Himmerich, auf das Planungsbüro, die Vertragsgestaltung und die Durchführung geeinigt.

Die Waldfläche, für die Windkraft ausgewiesen ist, hat eine Größe von 145 ha. Die Gemeinde Mündersbach ist mit 60 ha beteiligt. Die Waldfläche der Gemeinde Mündersbach, die tatsächlich in Anspruch genommen wird und die gerodet werden musste, beträgt knapp zwei ha. Die Flächen, die nach dem Bau nicht mehr benötigt werden, werden nach Abschluss der Bauarbeiten wieder bepflanzt.

Der Gesamtpark besteht aus 12 Anlagen vom Typ Enercon E 70. Die Stahlrohrtürme haben eine Höhe von 113.5 m, die Rotoren einen Durchmesser von 71 m. Die Nennleistung einer Anlage beträgt 2000 kW. Insgesamt wird eine jährliche Stromleistung von 43.5 Millionen Kilowattstunden erwartet. Das entspricht dem Jahresstrombedarf von 12500 Haushalten. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 31.2 Millionen Euro.

Von alternativer Energie profitiert die Natur. So werden gegenüber herkömmlicher Stromerzeugung 28.500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Insgesamt muss die Firma Juwi als Bauherr ca. 250.000 Euro als Ausgleichsabgabe zahlen, die dem Naturschutz zugute kommen.

Die Gemeinde Mündersbach ist mit 5 Anlagen in ihrem Waldgebiet beteiligt. Sie nutzt damit ihren Wald optimal. Seit 1990 sind die Holzpreise durch die Öffnung des „Eisernen Vorhanges“ und die „Globale Entwicklung“ um 50 % gefallen. Der wirtschaftliche Ertrag aus dem Gemeindewald, aus dem früher alles finanziert wurde was das Dorf brauchte, ist hierdurch stark gesunken.

Was die Einnahmen aus dem Windpark bedeuten, machte Ortsbürgermeister Winfried Himmerich in der Gemeinderatssitzung vom 18.03.2006 klar, als er den Hauhaltsplan, die Haushaltssatzung und den Investitionsplan bis 2009 erläuterte. Die Gemeinde kann den laufenden Haushalt und ihre Einrichtungen aus den Steuereinnahmen finanzieren, mehr nicht, obwohl die Steuereinnahmen pro Einwohner beträchtlich über den Einnahmen der Nachbargemeinden liegen. Durch den Erlös aus der Windkraft wird die Gemeinde in 2006 und 2007 ihre Schulden komplett abbauen und weitere Investitionen in Angriff nehmen können.

Im August soll der Windpark in Betrieb gehen.

 

Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz

VG Selters: 56244 Hartenfels; 56249 Herschbach
VG Hachenburg: 57629 Höchstenbach; 56271 Mündersbach
   
Basisinfo:
  • 12 Windkraftanlagen
  • Gesamtleistung: 24.0 Megawatt
  • Investitionsvolumen: ca. 31,2 Mio. Euro
  • Jahresenergieertrag: ca. 43.5 Mio. KWh
  • Entspr. Jahresverbrauch von 12500 Haushalten
  • CO2-Einsparung: rund 28500 Tonnen/Jahr

Die Monteure bei der Montage machen die Größe der Gondel sichtbar. Im "Obergeschoss" kann ein Monteur noch aufrechtstehend die Schaltpulte bedienen. Die Leiter dorthin ist im Vordergrund sichtbar.

 
Windkraft im Detail:
Hersteller Enercon GmbH, 26605 Aurich
Anlagentyp E70-E4 (getriebelos)
Leistung 2000 KW
Rotordurchmesser 71 m
Rotordrehzahl 6 - 21.5 U/min
Nabenhöhe 113.5 m (Stahlbetonturm)
Masse (Rotor inkl. Nabe) 43.0 Tonnen
Masse (Gondel ohne Rotor) 66.0 Tonnen
Betreiber Privatinvestoren
Inbetriebnahme Sommer 2006
   
Weitere Informationen Internet: www.juwi.de ;  e-Mail: info@juwi.de
   
Copyright © 2003 Gemeindeverwaltung Mündersbach, www.muendersbach.de , Alle Rechte vorbehalten. Letzte Bearbeitung am Montag, 01 März 2010