Häuser im Wandel der Zeiten

 

Kouse-Struwwels Haus Stings Haus Duns Haus
Ahlscholzen Haus Neifen Schnäirersch Haus Walkenbachs Haus
Annekäts Haus Ahl Seilersch Haus Lotzen Haus

 

Die Grundkonstruktion der alten Mündersbacher Bauernhäuser war immer dieselbe: Meist zweistöckiger Wohnteil, mit allerdings sehr niedrigen Stuben. Das Haus in der Mitte ist eine spätere Bauweise, auch weiter unten das Haus von Rolf Köhler gehört dazu, bei der die Stuben schon höher waren und ein Teil des Hauses verschiefert wurde. Die Toilette befand sich ursprünglich in einem kleinen Häuschen von etwa 1m² Grundfäche neben dem Haus direkt über der Jauchegrube in der auch die Fäkalien der Ställe gesammelt wurden. Später wurde die Toilette in einer Stallecke, mit einer von außen zugänglichen schmalen Tür eingerichtet (die rechte Tür auf dem nebenstehenden Bild). Die eigentliche Toilette bestand aus einem Holzkasten mit einem kreisrunden Loch von etwa 30 cm auf das man sich setzte. Die Excremente vielen einfach senkrecht in die Jauchegrube (Pullach=Jauchenloch). War man mit seinem Geschäft fertig, legte man einen einfachen Holzdeckel auf das Loch.  Oft war nur die Wohnstube unterkellert. Im Wohnstubenfußboden gab es in einigen Häusern eine Klappe, durch die die Kartoffeln im Herbst in den Keller geschüttet wurden. Anschließend an den Wohnteil und getrennt durch eine, aus Bruchsteinen bestehende, etwa 60 cm dicke Brandmauer befanden sich Stall und Scheune. Über der warmen Stalldecke gab es meist einen kleinen Verschlag in dem die Hühner übernachteten und ihre Eier legten, erkenntlich von außen durch eine so genannte Hühnerleiter. Diese Hühnerleiter führte meist nur bis 1 m über den Hofboden. Die Hühner konnten diesen Meter leicht durch fliegen überbrücken, für hungrige Füchse wurde der Zugang zum Hühnerstall jedoch wesentlich erschwert. Direkt neben dem Stall war die durch ein großes Scheunentor zugängliche Tenne angeordnet. An der Stallwand führte eine senkrechte Holzsprossenleiter bis in den Firstbereich hinauf, um auch bei wohlgefüllter Scheune in den oberen Bereich zu kommen. Der Stallseite gegenüberliegend wurde die Tenne durch einen meist schmalen Raum, den "Ohles" begrenzt, in dem Pflug, Egge, Mähmaschine, soweit es der Platz zuließ überwinterten. Hier fand man auch, an einen Balken befestigt, ein Sensenblatt zum Strohschneiden, welches später durch einen einfachen Hebel-Strohschneider, oder bei reicheren Bauern durch eine  Häckselmaschine mit Handkurbel ersetzt wurde. Die Getreidekörner, meist Roggen, Weizen, Hafer und später auch Gerste, wurden auf dem Speicher über dem Wohnhaus gelagert. Hier befand sich auch der in den Kamin integrierte Rauchfang, die "Herft", in der Schinken , Speck und Würste durch Räuchern haltbar gemacht wurden.

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Ahl-Seilerschhaus Helga u. Dieter Henn heute
"Haulums"-Haus 1925 .... Rolf Köhler heute
Filpins Bäcker 1956 Sonnenhof heute
Hanludwigs 1915 Lindner heute
Jährsch 1931 Jährsch (Neif) heute
Gasthaus Beyer 1928 Gasthaus Beyer heute
Görg`s Mühle 1912 Görg`s Mühle heute

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Letzte Bearbeitung am Montag, 01 März 2010